Hasta luego Costa Rica, Hola Nicaragua! - Hotel Praktikum Costa Rica Teil 5

Die HĂ€lfte unserer Reisezeit war nun schon vorbei und in zwei Wochen geht es fĂŒr mich bereits zurĂŒck ins Hotel Paraiso del Cocodrilo, wo ich mein Hotel Praktikum Costa Rica antreten werde. Neben Costa Rica interessierte uns auch das Nachbarland Nicaragua. Wir dachten eigentlich, dass sich die beiden LĂ€nder Ă€hnlich sind aber falsch gedacht - Zwei komplett unterschiedliche Welten
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Penas Blancas der GrenzĂŒbergang

Gegen 7 Uhr sind wir zum Busbahnhof nach Liberia gefahren. Dort stiegen wir in einen Bus der uns nach ‚Penas Blancas‘, den GrenzĂŒbergang, brachte. Meine GefĂŒhle waren gemischt, einerseits freute ich mich auf das was vor uns liegt, andererseits hört und liest man ĂŒber Nicaragua schon ‚schlimmere‘ Geschichten als ĂŒber Costa Rica. Insbesondere das AuswĂ€rtige Amt warnt vor RaubĂŒberfĂ€llen, DiebstĂ€hlen, Malaria etc., jedoch dĂŒrfte man laut AuswĂ€rtigem Amt sowieso so gut wie Nirgends hinfahren und außerdem bin ich der Meinung, dass wenn man mit gesundem Menschenverstand und etwas Vorsicht durch die Welt geht auch keine Probleme haben wird – klar: passieren kann immer und ĂŒberall etwas das man nicht vorhersehen oder beeinflussen kann... Beim Betreten des Busses ließen wir uns von unserem Fahrer ein paar unserer Colones in Cordoba wechseln und das natĂŒrlich zu einem enorm schlechten Wechselkurs aber wir hatten eben keine andere Wahl denn die EinreisegebĂŒhr nach Nicaragua konnte man angeblich nur in der LandeswĂ€hrung zahlen und die paar Euro hin oder her waren uns dann auch schon egal.

 

Chaos und Abzocke beim GrenzĂŒbergang

Am GrenzĂŒbergang angekommen mussten wir erst einmal eine GebĂŒhr zur Ausreise zahlen. MĂŒssen wir das wirklich oder war das schon die erste Abzocke? Wir werden es wohl nie erfahren. Danach schleppten wir unseren Backpack etwa 300 m weiter in Richtung Grenze wo das ganze Chaos begann: Jeder wollte uns irgendetwas andrehen – Taxis, Essen, Trinken, Bus, Geld wechseln etc. Es war wirklich ziemlich nervig und anstrengend und das schlimmste war, dass die Nicas kein ‚No, gracias‘ akzeptieren wollten, sie rannten einem hinterher und versuchten es stĂ€ndig wieder.

Wir quetschten uns durch die ganzen lĂ€stigen Menschen hindurch und steuerten in Richtung Einreiseschalter. Erwartungsvoll kramten wir schon mal unsere zuvor brav gewechselten Cordobas aus unseren Taschen um die EinreisegebĂŒhr zu zahlen. Die Ă€ußerst unmotivierte und unfreundliche Dame am Schalter gab sich mit unseren Scheinen jedoch nicht zufrieden und faselte irgendetwas von wegen ‚solo en dolares‘. Wie bitte? Nur in Dollar? Sind wir nun in Nicaragua oder etwa doch in Amerika gelandet?

Wir waren etwas ĂŒberfordert, wie zur Hölle sollten wir nun bitte an Dollar rankommen
 Und leider hatten wir natĂŒrlich ein weiteres Mal einfach keine Wahl und so ließ sich jeder von uns $10 zu einem traurig schlechten Kurs wechseln. ZurĂŒck am Schalter waren wir schon ziemlich angefressen und wollten einfach nur die blöden $8 EinreisegebĂŒhr zahlen, unseren Stempel kriegen und dann so schnell wie möglich von der Grenze verschwinden. Pustekuchen! Statt den vorherigen $8 mussten wir auf einmal jeder $28 zahlen – eine einzige Frechheit. Ein weiteres Mal quetschten wir uns durch die Menschenmenge, kramten mĂŒhevoll die letzten Colones zusammen und ließen uns beim Dollar wechseln erneut ordentlich abzocken. Naja kann man jetzt sowieso nichts mehr daran Ă€ndern – wir waren froh, dass wir alles bezahlen konnten, einen Stempel im Pass hatten und endlich zu den Bussen gehen konnten.

 

Chicken-Busse und spottbillige Taxifahrten

Der Plan sah folgendermaßen aus: Von der Grenze mit dem Bus nach Rivas, dann ein Taxi nach San Jorge und von dort aus mit einer FĂ€hre auf die Isla Ometepe, eine Vulkaninsel inmitten des Nicaraguasees. NatĂŒrlich wollten uns zehn verschiedene MĂ€nner, in jeweils zehn verschiedene Busse, zu zehn verschiedenen Preisen locken! Wir wollten aber weder einen teuren Touri-Bus, noch irgendeinen anderen – Wir waren auf der Suche nach den typischen und gĂŒnstigen Chicken-Busses: bunt angemalte, ehemalig amerikanische Schulbusse. Nach ewigem hin und her saßen wir dann irgendwann auch in einem dieser farbenfroh lustigen Busse der uns nach Rivas brachte. Dort schnappten wir uns das erst beste Taxi. Der Fahrer wollte 80 Cordoba von uns aber handeln klappt in diesem Land ganz gut und letztlich bezahlten wir dann nur die HĂ€lfte, was umgerechnet circa 1 Euro entspricht. VerrĂŒckt, in Deutschland hĂ€tte man fĂŒr 15 Minuten Fahrt mindestens 30 Euro bezahlt!

 

Wackelige Überfahrt zur Isla Ometepe

Am Hafen von San Jorge angekommen konnte man in der Ferne bereits die Isla Ometepe und ihre beiden aktiven, rauchenden Vulkane erkennen. Die Insel machte einen gigantischen Eindruck! Eigentlich wollten wir die FĂ€hre nehmen, da aber eines der etwas unstabil aussehenden Boote eine Stunde frĂŒher fuhr, entschieden wir uns fĂŒr dieses. Bereits vor Betreten des Bootes warnte man uns, dass wir nass werden könnten. Das hört sich ja super sicher an! Letztendlich war die einstĂŒndige Fahrt aber ganz witzig und vor allem hatte man permanent diesen gigantischen Ausblick auf die Vulkane –jedoch sehr wackelig und nicht fĂŒr schwache Nerven oder Leute geeignet, welche gerne mal seekrank werden.

 

In Teil 6 Hotel Praktikum Costa Rica könnt ihr lesen was wir in Nicaragua alles erlebt haben.

 

Gerne könnt ihr auch Teil 1 Hotel Praktikum Costa Rica,  Teil 2 Hotel Praktikum Costa Rica,

Teil 3  Hotel Praktikum Costa Rica   und   Teil 4 Hotel Praktikum Costa Rica nachlesen.